LinuxMint16 starten - ohne andere Bootloader zu verändern

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LinuxMint16 starten - ohne andere Bootloader zu verändern

Postby Gerhard S. on Wed Jan 08, 2014 6:32 pm

Hallo.

Folgender Text bezieht sich auf all diejenigen, die das LinuxMint (16) ausprobieren wollen, ohne seine/ihre bisherigen Kleinweich Fenstertechnik - System(e) (optisch) anzutasten/zu verändern.
Den Schwierigkeitsgrad stufe ich allerdings hoch ein. Mit genauer Anleitung dürfte es aber auch dem Laien gelingen.
Alle persönlichen Daten sicherheitshalber vorher kopieren/sichern BACKUP! BACKUP! BACKUP!

Wenn man LinuxMint installiert - und dabei keine weiteren Optionen verwendet (automatische Installation), dann stellt die Installations-DVD sicher, dass man danach auch sein neues frisches Mint benutzen kann. Ist ja sinnvoll; jedoch hat diese Vorgehensweise einen Haken: Das bisher so liebgewonnene Start-Menü ist erstmal futsch, also nicht da. Man schaltet seinen PC/Laptop ein - und erstmal sucht man sein Kleinweich Fenstertechnik-Bootmenü umsonst.
Das LinuxMint hat sich "vorgeschoben" und auf der Festplatte sein eigenes Linux-Bootmenü installiert. Immerhin gelangt man dort mit der Pfeil-nach-unten-Taste auf sein Kleinweich Fenstertechnik-Bootmenü.

Also: Die LinuxMint-Installation "versteckt" nur ein bischen die Kleinweich-Fenstertechnik. Man/frau kann damit leben; ist ja nicht wirklich was weg(-gelöscht). Trotzdem befremdet das etwas. In meinem Bekanntenkreis bremst diese Erfahrung mit Linux-Distri's die Neugierde... (auch wenn es mit einem Hintergrundbild optisch ansprechend gestaltet sein sollte)

So habe ich nun meine Methode, um unabhängig voneinander die verschiedenen Versionen incl. LinuxMint auszuwählen und zu starten. Ich schalte also meinen Laptop/PC ein - und es erscheint dann als erstes (ein) das altgewohnte Auswahlmenü: (ein zweites Menü gibt es nicht...)

    KW Windoze 7 HausPremium (64-bit)
    KW Windoze PX Professor (32-bit)
    LinuxMint 16 Petra (64-bit)

Die grobe Anleitung dazu:
Die LinuxMint-Setup DVD ins Laufwerk einlegen und das Live-Linux da drauf komplett hochfahren lassen. Mit dem, in dieser DVD "eingebautem" Partitionsmanager eine Partition ext4 neu anlegen, am besten eine primäre, nicht aktiv. in meinem Fall 35 GB auf der 1000 GB SATA Platte im Laptop AH530.
Eine linux-swap Partition anlegen, kann auch ein logisches Laufwerk in einer erweiterten Partition sein; bzw. das empfiehlt sich, denn mit MBR-Festplatten lassen sich nur maximal 4 Primär-Partitionen anlegen.
{
Auf meinem Laptop ist und bleibt also nachwievor der 'Bootloader' des KW Windoze 7 an erster Stelle. Es geht da um eine Datei namens BCD im Verzeichnis C:\boot\
die das oben gezeigte Auswahlmenü steuert. Man editiert sie komfortabel mit einem Freeware-Programm, einfach "****bcd" suchen.
}
Für
KW Windoze 7 HausPremium (64-bit)
habe ich auf meiner Festplatte die 1. NTFS-Partition festgelegt.

Für
KW Windoze PX Professor (32-bit)
habe ich auf meiner Festplatte die 2. NTFS-Partition festgelegt.

Für
LinuxMint 16 Petra (64-bit)
habe ich auf meiner Festplatte im Verzeichnis C:\boot\ die Datei linuxmint.iso festgelegt. Die linuxmint.iso (625 kB) erstellt man sich unkompliziert selbst (Stichwort Grub4DOS) - und diese startet dann das LinuxMint auf meiner 3. Ext4-Partition ohne Verzögerung.
{
Inhalt der menu.lst:
title LinuxMint 16 Petra
root (hd0,2) #Load Mint from the 1st harddrive's 3rd partition.
#Next Line: Translate (hd0,2) to Linux notation and set that as the root partition
kernel /boot/vmlinuz-3.11.0-12-generic root=/dev/sda3 ro quiet splash $vt_handoff
initrd /boot/initrd.img-3.11.0-12-generic
}

Wenn man nun den LinuxMint-Installer startet, dann nicht die automatische Konfiguration auswählen, sondern manuell/selbst wählen.
Zum Ende der Installation wird abgefragt, wohin man den Linux-Bootloader installiert haben möchte: Hier aufpassen!
Am einfachsten auf ein Laufwerk, das man nicht braucht; ich nehme dazu z.B. einen USB-Stick oder eine "leere" USB-Festplatte.
Hinterher den USB-Stick mit z.B. Windoze formatiert - und schwupps ist der "Linux-Starter" im Nirwana.
Natürlich gibts jetzt im ersten Moment noch kein LinuxMint zu sehen, geschweige denn schon zu benützen - Geduld.
Aber es erscheint mit ein bischen Feinarbeit nachträglich, keine Sorge. Ist so sicher wie das Ei zum Huhn.

mfg
Gerhard S.
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