welcher sich hauptsächlich mit den Debian Zweigen und den Möglichkeiten welche sich daraus für LMDE ergeben, befaßt.
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Index:
Einführung
01) Welche Version installieren?
02) Sources.list - wie verwenden?
03) Ist LMDE stabil?
04) Wie proprietäre Grafiktreiber installieren?
05) Compiz fehlt?
06) KDE möglich?
07) Realtime Kernel wird vermisst?
08) Samba Probleme?
09) Pidgin OSD Notify anzeigen?
10) Systemzeit mit Windows synchronisieren?
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Einführung:
Linux Mint Debian ist eine Distribution, die nicht für jeden Benutzer geeignet ist. Voraussetzung für die Benutzung sind
Grundkenntnisse im Umgang mit Linux und die Bereitschaft, sich über Entwicklungen dieser Distribution regelmäßig zu
informieren. Wie der Name sagt, basiert LMDE auf Debian. In älteren Veröffentlichungen werden die Paketquellen des
Debian Testing Zweigs installiert. Neuere Veröffentlichungen kommen mit Linux Mint eigenen Paketquellen. Konzipiert
als Rolling Release entfällt eine Neuinstallation alle sechs Monate, wie man es von den Ubuntu basierten Main Editionen
kennt.
01) Welche Version installieren?
Verfügbar sind folgende Editionen:
201012 Gnome 64-bit Gnome DVD
201101 Gnome 32-bit Gnome DVD
201104 Xfce 32-bit Xfce DVD
201104 Xfce 64-bit Xfce DVD
201109 Gnome 32-bit Gnome DVD
201109 Gnome 64-bit Gnome DVD
201109 Xfce 32-bit Xfce DVD
201109 Xfce 64-bit Xfce DVD
- http://www.linuxmint.com/release.php?id=14 -
Die 201012 und 201101 Editionen eignen sich, um sofort nach der Installation die sources.list auf Debian Stable (Squeeze)
umzustellen. Geeignet für diejenigen, die Wert auf Stabilität legen. Ansonsten hat man die Qual der Wahl zwischen Gnome
oder XFCE Desktop. Die 201109 Editionen enthalten die Tücke einer sources.list, die nach der Installation angepasst werden
muß. Dazu später mehr im Abschnitt Sources.list. Wer sich nicht mit den vielen Neuerungen des Gnome3 Desktop beschäftigen
möchte, sollte XFCE wählen oder installiert 201012 64 Bit respektive 201101 32 Bit. Mit Umstellung der sources.list auf die
Debian stable Quellen hat man so den Gnome2 Desktop zur Verfügung, bis stable zu old stable wird.
Bei der Auswahl der Sprache ist darauf zu achten, German (Germany) zu wählen. Es passiert leicht, dass bei einer ersten
Installation von LMDE German, Low (Germany) gewählt wird. Man erhält so ein System in einem plattdeutschen Dialekt.
Wer die Sprache beherrscht, wird Spaß damit haben.
Momentan ist es nur möglich, das Dateisystem bei der Installation mit ext3/ext4 zu formatieren. Andere Dateisysteme wie
btrfs, ReiserFs, Reiser4 werden vom Live Kernel nicht erkannt und können, falls auf der Festplatte vorhanden, bei der
Installation nicht eingebunden werden.
Eine LVM Installation ist möglich, indem zunächst Debian Testing installiert wird, um es dann an Mint anzupassen:
- http://www.linuxbsdos.com/2011/01/01/ho ... le-system/ -
Auf manchen Systemen wird bei der Installation eine fehlerhafte /etc/fstab angelegt. Nach der Installation sollte
- Code: Select all
sudo blkid -c /dev/null
im Terminal ausgeführt werden, um die Ausgabe mit der fstab eines funktionierenden Mint Systems zu vergleichen. Sind falsche Einträge vorhanden - löschen.
Kleine Korrekturen, die evtl. nötig sind:
Eine nicht korrekt angezeigte Zeit wird wie folgt geändert:
Methode 1: Paket 'ntp' installieren, -->Kontrollzentrum -->System -->Datum und Uhrzeit -->über Schlosssymbol entsperren, einen deutschen Zeitserver auswählen, fertig.
Methode 2: mit Adminrechten die Systemzeit neu setzen.
Sollte in Synaptic das Feld 'Schnellsuche' ausgegraut sein:
- Code: Select all
sudo apt-get install apt-xapian-index
Falls in einigen Anwendungen die Schrift unschön dargestellt ist:
- Code: Select all
sudo apt-get install ttf-mscorefonts-installer
02) Sources.list - wie verwenden?
Die sources.list ist das Kernstück einer Debian basierten Installation und bietet viele verschiedene Möglichkeiten.
Um die Möglichkeiten der /etc/apt/sources.list verstehen zu lernen, ist die Kenntnis der Debian Zweige hilfreich:
Debian 'oldstable' --> Codename 'lenny' --> kann benutzt werden, erhält jedoch keine Updates.
Debian 'stable' --> Codename 'squeeze' --> bietet alte aber getestete, stabile Software.
Debian 'testing' --> Codename 'wheezy' --> bietet neuere Software, die für den Einsatz im nächsten 'stable' getestet wird.
Debian 'unstable' --> Codename 'sid' --> bietet aktuelle Software, die für den Einsatz in 'testing' getestet wird.
Debian 'experimental' --> bietet allerneueste Software, die generell auf Einsatztauglichkeit untersucht wird.
Zu beachten ist, daß die Umstellung auf die Quellen einer weniger aktuellen Version (Downgrade) nicht möglich ist!
Beispielsweise kann 'testing' (wheezy) auf 'unstable' (sid) aktualisiert werden jedoch nicht auf 'stable'!
Ausnahme - vor einem Stable Release von 'testing'. Solange sich dieses in einem Zustand des 'Freeze' befindet, kann auf
'stable' umgestellt werden.
In der sources.list kann sowohl die Zweig Bezeichnung als auch der Codename verwendet werden. Beispiel:
deb http://ftp.debian.org/debian testing main contrib non-free
deb http://ftp.debian.org/debian wheezy main contrib non-free
Beides verweist auf ein und dieselbe Software Quelle.
Für LMDE sind zwei eigene Quellen eingerichtet worden:
Linux Mint Debian Latest:
deb http://debian.linuxmint.com/latest testing main contrib non-free
deb-src http://debian.linuxmint.com/latest testing main contrib non-free
Linux Mint Debian Incoming:
deb http://debian.linuxmint.com/incoming testing main contrib non-free
deb-src http://debian.linuxmint.com/incoming testing main contrib non-free
Latest bietet Software, die von Usern in 'incoming' getestet wurde. Das bedeutet, mit den 'latest' Quellen hat man ein bestmöglich stabiles LMDE zur Verfügung.
Wer gerne testet und Risiken in Kauf nimmt, benutzt die 'incoming' Quellen und meldet der Gemeinschaft bitte gefundene Fehler. Optimalerweise mit Möglichkeiten einer Fehlerbehebung. Falls das nicht möglich ist, viele Augen sehen mehr als zwei.
Um die Mint Quellen zu nutzen, kann das Paket mintupdate-debian installiert werden. Mit diesem Updater erhält man hilfreiche Hinweise zu Paketen, die aktualisiert oder neu installiert werden. Wer sich für MU Debian entscheidet, sollte Update Pack Infos unbedingt beachten. Nur dann ist eine sichere Aktualisierung gewährleistet.
Es ist aber auch möglich, weiterhin das Terminal mit dem Befehl
- Code: Select all
sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade
zu nutzen. Sinnvoll ist es, sich auch dann möglichst umfassend zu informieren, bevor ein dist-upgrade gefahren wird.
1. Die sources.list in einem frisch installierten System (201012/201101/201104 XFCE ISO)
- Code: Select all
deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import
deb http://ftp.debian.org/debian testing main contrib non-free
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian testing main contrib non-free
deb http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb-src http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb http://www.debian-multimedia.org testing main non-free
# deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
# deb-src http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
Die Backport Quellen sind mit der Raute # standardmäßig deaktiviert (auskommentiert), da sie nur selten Pakete enthalten,
die in erster Linie von den Entwicklern zum testen neuer oder aktualisierter Mint Pakete benutzt werden. Um sie zu aktivieren,
werden die Rauten entfernt.
Die debian-multimedia Quelle wurde geändert in:
deb http://www.deb-multimedia.org testing main non-free
Installiert werden muss für diese Quelle das Paket deb-multimedia-keyring.
2. Die sources.list in einem frisch installierten System (201109 ISO)
- Code: Select all
deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import
deb http://debian.linuxmint.com/latest testing main contrib non-free
deb-src http://debian.linuxmint.com/latest testing main contrib non-free
deb http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb-src http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb http://www.debian-multimedia.org testing main non-free
# deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
# deb-src http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
Die security und multimedia Quellen müssen nach der Installation des Systems angepasst werden!
Um die sources.list editieren zu können, öffne sie mit
- Code: Select all
gksu gedit /etc/apt/sources.list
im Terminal. Du kannst den ursprünglichen Inhalt löschen und folgenden Inhalt kopieren und einfügen:
- Code: Select all
deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import
deb http://debian.linuxmint.com/latest testing main contrib non-free
deb-src http://debian.linuxmint.com/latest testing main contrib non-free
deb http://debian.linuxmint.com/latest/security testing/updates main contrib non-free
deb-src http://debian.linuxmint.com/latest/security testing/updates main contrib non-free
deb http://debian.linuxmint.com/latest/multimedia testing main non-free
# deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
# deb-src http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
3. Eine sources.list die alle Quellen enthält, die angezapft werden können:
- Code: Select all
deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import
deb http://ftp.debian.org/debian testing main contrib non-free
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian testing main contrib non-free
deb http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb-src http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb http://www.deb-multimedia.org testing main non-free
# deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
# deb-src http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
# deb http://ftp.debian.org/debian unstable main contrib non-free
# deb-src http://ftp.debian.org/debian unstable main contrib non-free
# deb http://ftp.debian.org/debian experimental main contrib non-free
# deb-src http://ftp.debian.org/debian experimental main contrib non-free
# deb http://ftp.debian.org/debian stable main contrib non-free
# deb-src http://ftp.debian.org/debian stable main contrib non-free
# deb http://debian.linuxmint.com/incoming testing main contrib non-free
# deb-src http://debian.linuxmint.com/incoming testing main contrib non-free
# deb http://debian.linuxmint.com/incoming/security testing/updates main contrib non-free
# deb-src http://debian.linuxmint.com/incoming/security testing/updates main contrib non-free
# deb http://debian.linuxmint.com/incoming/multimedia testing main non-free
# deb http://debian.linuxmint.com/latest testing main contrib non-free
# deb-src http://debian.linuxmint.com/latest testing main contrib non-free
# deb http://debian.linuxmint.com/latest/security testing/updates main contrib non-free
# deb-src http://debian.linuxmint.com/latest/security testing/updates main contrib non-free
# deb http://debian.linuxmint.com/latest/multimedia testing main non-free
Diese list ist benutzbar, sollte aber nur von denjenigen gebraucht werden, die sich ihres Handelns vollkommen sicher sind.
Aktiv sind die Quellen, die nicht mit einer Raute # versehen sind. Um weitere Quellen zu aktivieren, werden die Rauten
entfernt. Die sources.list wird dafür als Administrator mit gedit oder einem Editor der persönlichen Vorliebe geöffnet. Zum deaktivieren werden Rauten wieder hinzu gefügt.
4. Sources.list für Tester, Bughunter, die sich daran beteiligen möchten, die 'latest' Quellen möglichst stabil zu halten. Grundlage dafür sind die 'incoming testing' Quellen:
- Code: Select all
deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import
deb http://debian.linuxmint.com/incoming testing main contrib non-free
deb-src http://debian.linuxmint.com/incoming testing main contrib non-free
deb http://debian.linuxmint.com/incoming/security testing/updates main contrib non-free
deb-src http://debian.linuxmint.com/incoming/security testing/updates main contrib non-free
deb http://debian.linuxmint.com/incoming/multimedia testing main non-free
# deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
# deb-src http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
5. Sources.list mit den wichtigsten Quellen für eine variable Handhabung von Upgrades/Downgrades:
- Code: Select all
deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import
deb http://ftp.debian.org/debian testing main contrib non-free
deb-src http://ftp.de.debian.org/debian testing main contrib non-free
deb http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb-src http://security.debian.org/ testing/updates main contrib non-free
deb http://www.deb-multimedia.org testing main non-free
# deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
# deb-src http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
# deb http://ftp.debian.org/debian unstable main contrib non-free
# deb-src http://ftp.debian.org/debian unstable main contrib non-free
Auch diese list sollte nur benutzen, wer genau weiss, was er/sie machen möchte. Will man beispielsweise Gnome 3 Pakete nicht haben, kann 'stable' aktiviert werden, um die alten Pakete wieder zu installieren. Vorher müssen neue Pakete deinstalliert werden. Möchte man aktuellere Pakete, werden die 'unstable' Quellen aktiviert.
Nach den jeweilig durchgeführten Aktionen nicht vergessen, die aktivierten Quellen wieder zu deaktivieren!
Wer es vergisst, riskiert ein geschrottetes System!
6. Sources.list für ein LMDE mit Debian stable (squeeze) Quellen:
- Code: Select all
deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import
deb http://ftp.us.debian.org/debian/ squeeze main contrib non-free
deb http://security.debian.org/ squeeze/updates main contrib non-free
deb http://www.deb-multimedia.org squeeze main non-free
deb http://backports.debian.org/debian-backports squeeze-backports main contrib non-free
7. Sources.list für ein LMDE mit Debian unstable (sid) Quellen
- Code: Select all
## sid ##
deb http://packages.linuxmint.com/ debian main upstream import backport romeo
deb http://ftp.debian.org/debian unstable main contrib non-free
deb http://www.deb-multimedia.org sid main non-free
03) Ist LMDE stabil?
Solange sich 'Testing' im Entwicklungsstadium eines 'Freeze' befindet, ist es stabil. Das kann sich ändern, sobald die nächste Entwicklungsversion zu 'Testing' wird. Mit Komplettausfällen ist kaum zu rechnen, doch vorübergehend könnte das System nicht so funktionieren, wie man es gewohnt ist.
Regelmässige Datensicherungen sind deshalb unerlässlich!
Des weiteren ist es sinnvoll, regelmässig Partitionssicherungen des bestehenden Systems zu erstellen. Dafür bietet sich der qt4-fsarchiver an.
- http://qt4-fsarchiver.sourceforge.net/ -
- viewtopic.php?f=197&t=89189&start=0 -
Sollten nach einem Update doch einmal erhebliche Schwierigkeiten auftreten, kann die Systempartition innerhalb weniger Minuten wieder in den alten Zustand zurückversetzt werden. Auch eine Sicherung nimmt nur wenig Zeit in Anspruch und kann sozusagen nebenbei erledigt werden.
Momentan befinden sich die LMDE latest testing Quellen in einem Freeze. Es sind nur wenige Updates für Firefox und Thunderbird
verfügbar. Dieser Zustand wird sich demnächst ändern, wenn Gnome 3.2, Cinnamon und Mate bereit zur Veröffentlichung in den
LMDE eigenen Quellen sind.
04) Wie proprietäre Grafiktreiber installieren?
Es gibt zwei Möglichkeiten. Manuell oder per sgfxi Script - http://smxi.org/site/install.htm -
Manuelle Installation des proprietären Nvidia Treibers:
- Code: Select all
sudo apt-get install nvidia-kernel-dkms nvidia-glx build-essential nvidia-settings nvidia-xconfig
- Code: Select all
sudo nvidia-xconfig
Manuelle Installation des proptietären ATI Treibers (fglrx):
- Code: Select all
apt-get install fglrx-control fglrx-glx fglrx-modules-dkms
- Code: Select all
sudo aticonfig --initial
05) Compiz fehlt?
Compiz ist nicht in allen Editionen vorinstalliert. Wer es braucht, kann die Pakete 'compiz' und 'compiz-fusion-plugins-extra' nachinstallieren.
Ein ausführliches 'HowTo install Compiz' gibt es hier - http://wiki.debian.org/Compiz -
Um Compiz dauerhaft zu aktivieren, per MintMenu -> Systemwerkzeuge den Konfigurationseditor starten.
In der Baumansicht desktop --> gnome --> session --> required_components wählen. Rechts im Fenster ist neben
Windowmanager der Wert 'gnome-wm' eingetragen. Diesen Wert durch 'compiz' ersetzen.
Der Reiter "Visuelle Effekte" bei den Erscheinungsbild Einstellungen erscheint in LMDE bisher NICHT, auch wenn Compiz korrekt installiert und gestartet ist.
06) KDE möglich?
Es können wie von der Gnome Main Edition gewohnt einzelne KDE Anwendungen installiert werden.
Eine abgespecktes KDE mit den wichtigsten Anwendungen erhält man bei der Installation von 'kde-plasma-desktop'.
Für ein vollwertiges KDE muss das Paket 'kde-full' installiert werden.
Bei allen drei Varianten müssen Sprachpakete nachinstalliert werden.
Bei Variante zwei und drei hat man die Möglichkeit, beim Login zwischen Gnome und KDE zu wählen.
Eine 'inoffizielle' KDE Version ist erhältlich:
viewtopic.php?f=61&t=121058
07) Realtime Kernel wird vermisst?
Für den Hausgebrauch sollte ein Realtime Kernel oder kurz rt-kernel kaum noch nötig sein. Allenfalls wenn bei Multimedia Bearbeitungen Latenzen höher als 7,00 ms auftreten, kann ein rt-kernel hilfreich sein.
In den Paket-Quellen wird ein solcher leider nicht angeboten. Ein grosses Angebot fertiger Kernel ist hier zu finden:
- http://www.pengutronix.de/software/linu ... an_de.html -
Ausdrücklich für Debian Squeeze Systeme empfohlene rt-kernel gibt es hier:
- http://www.wuala.com/makimaki/Realtime- ... 4-bit/deb/ -
08) Samba Probleme?
Für alle, die den „Samba-Komfort“ aus der Mint Main Version vermissen hier eine Zusammenfassung und Übersetzung dieses
Threads - viewtopic.php?f=141&t=55356#p316972 -
Um das Erstellen von Freigaben im Nautilus bequem verwirklichen zu können müssen ein paar Kleinigkeiten angepasst werden.
Gebt diesen Befehl in der Konsole ein:
- Code: Select all
gksu gedit /etc/samba/smb.conf
Damit öffnet ihr die Samba Konfigurationsdatei als root und könnt diese bearbeiten. Fügt diese zwei Zeilen am Ende unter
'Global' ein:
- Code: Select all
map to guest = bad user
- Code: Select all
usershare allow guests = yes
Dies sorgt dafür, dass ihr auch Gastzugriffe ohne Passwortabfrage erstellen könnt. Jetzt könnt Ihr die Datei abspeichern.
Als nächster Schritt muss euer user noch der Gruppe sambashare zugeteilt werden. Dies geht entweder im Kontrollzentrum
unter „Benutzer und Gruppen“ oder auch in der Konsole mit folgenden Befehl:
- Code: Select all
sudo gpasswd -a %username% sambashare
(%username% natürlich mit eurem Usernamen ersetzen).
Um die Funktionalität des Druckens auf freigegebenen Druckern (wie es oft in Firmen zu finden ist) zu erhalten, muss noch der smbclient installiert werden. Einfach in Synaptic suchen oder eben auch über Terminal:
- Code: Select all
sudo apt-get install smbclient
Empfehlenswert ist es, gvfs-fuse zu installieren:
- Code: Select all
sudo apt-get install gvfs-fuse
Benötigt wird es, um frei gegebene Dateien in Nautilus zu mounten und auf die enthaltenen Dateien zuzugreifen (ohne das
Paket kann es Schwierigkeiten mit ISO Dateien auf einer Netzwerkfreigabe geben). Nachdem das getan ist, muss noch der
Benutzer der „fuse“ Gruppe hinzufügt werden. Das geht wieder über „Benutzer und Gruppen“ im Kontrollzentrum, oder aber
im Terminal:
- Code: Select all
sudo gpasswd -a %username% fuse
Weiterhin ist empfehlenswert „winbind“ zu installieren. Wer noch Windowsrechner in der Arbeitsgruppe oder Domäne hat,
oder sich einfach besser Namen anstelle von IP Adressen merken kann, wird das nützlich finden. Dies geht über Synaptic oder
mit:
- Code: Select all
sudo apt-get install winbind
Jetzt noch diese Datei anpassen:
- Code: Select all
gksu gedit /etc/nsswitch
in der Zeile „hosts: files dns“ den Eintrag wins ergänzen:
- Code: Select all
„hosts: files dns wins“
und die Datei speichern.
Der Rechner kann neu gestartet werden oder, wem das zu lange dauert, kann auch den Sambadienst neu starten (sudo
service samba restart) und sich einmal abmelden und wieder anmelden.
Zu beachten ist noch, erstellte shares werden in Nautilus Aufgrund eines Bugs nicht mit dem „shared“ Symbol angezeigt.
Man kann es aber schnell überprüfen, geht entweder mit Nautilus hier her - „/var/lib/samba/usershares“ - oder gebt im
Terminal folgenden Befehl ein:
- Code: Select all
net usershare info
09) Wie Pidgin OSD Notify anzeigen?
Wer möchte das Pidgin den Benachrichtigungsdienst (Desktop Popup bzw. Gnome Notify) benutzt, muß das Paket pidgin-libnotify installieren. Entweder per Paketverwaltung oder Terminal:
- Code: Select all
sudo apt-get install pidgin-libnotify
Sollte Pidgin laufen, muß man es neu starten. Danach kann man in Pidgin unter - Werkzeuge --> Plugins --> libnotify Popups
--> Plugin konfigurieren - das Plugin konfigurieren.
10) Wie die Systemzeit mit Windows synchronisieren?
Es kann vorkommen, daß sich die Systemzeiten unter Windows 7 und LMDE nicht synchronisieren lassen. Einer der beiden
ist ständig um 2 (1) Stunde(n) hinten oder vorne. Lösung: in der zum initscripts Paket gehörigen Datei
/etc/default/rcS
die Zeile:
UTC=yes
in
UTC=no
umändern. So wird verhindert, daß die BIOS Uhr auf koordinierte Weltzeit (UTC) gestellt wird.
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LMDE ist nicht perfekt. Doch wer damit umzugehen weiß, wird Freude daran haben.
Wer Änderungs-/Verbesserungsvorschläge für diesen Artikel hat, möge sie bitte äussern







